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21.12.2011 12:29

Von der Idee zum Unternehmen

Ein gut durchdachter Businessplan ist die Grundlage für jede Existenzgründung


Im Rahmen der Gründerwoche Deutschland gab das Gründernetzwerk Saxeed potenziellen Gründern am 14. und 15. November die Möglichkeit, mit Existenzgründern, erfahrenen Unternehmern und potenziellen Geldgebern ins Gespräch zu kommen. Schnell wurde den Besuchern der Veranstaltung klar: Selbstständig zu sein, bedeutet weit mehr als sein eigener Chef zu sein. Zunächst einmal braucht es eine Idee mit Potenzial.

Die Idee – Grundstein der Gründung
„BASS steht für Begleitung. Assistenz. Souverän. Sicher", erklärt Susanna Riedel den Namen ihres Unternehmens. Gemeinsam mit zwei ehemaligen Arbeitskollegen hat sie im Mai 2011 die BASS Unternehmensservice GmbH gegründet. Die drei Jungunternehmer sind persönlicher Assistent ihrer Kunden, begleiten sie auf Geschäftstermine und koordinieren und erledigen für sie kleinere und größere Aufgaben und Projekte. Neben der Idee für den Erfolg eines Unternehmens sind auch andere Faktoren ausschlaggebend, wie Ivo Harzdorf, Beteiligungsmanager beim TGFS Technologiegründerfonds Sachsen für die Region Südwestsachsen, weiß: „Zunächst einmal muss die Idee innovativ sein und Wachstumspotenzial haben.Außerdem sollte die Gründung der Region, in der sie erfolgt, Nutzen bringen." Auch die persönliche Eignung ist eine wichtige Voraussetzung. „Eigenschaften wie Mut, Risikobereitschaft, Selbstbewusstsein, Durchsetzungsvermögen und Organisationstalent sind nur einige der Wesenszüge, die einen Unternehmer auszeichnen sollten", so Uwe Thuß, Geschäftsführer der Büroland GmbH. Doch mit der Idee und dem Talent zum Führen allein ist es nicht getan.

Der Businessplan – Rückgrat der Idee
Mit dem Businessplan legt der Existenzgründer den Grundstein für sein Unternehmen. Darin werden die Teilpläne wie zum Beispiel der Produktions-, Finanz-, Personal- und Marketingplan zusammengefasst. „Die Qualität dieser Unterlagen entscheidet darüber, ob die Gründungen erfolgreich verlaufen oder nicht", weiß Dr. Jenz Otto, Geschäftsführer der Technologie Centrum Chemnitz GmbH (TCC), aus Erfahrung. Mit günstigen Konditionen und dem Herstellen wichtiger Kontakte unterstützt das TCC pro Jahr 10 bis 15 technologieorientiere Startups und Existenzgründer, die mit einem ausgefeilten Konzept überzeugen. „Außerdem ist das Management sehr wichtig und wird häufig unterschätzt", so Ivo Harzsdorf. „Der technische Vorteil der Geschäftsidee kann morgen schon wieder überholt sein. Deshalb sind die Nachhaltigkeit der Idee und ein gutes Team besonders wichtig, wenn es um die Vergabe von Finanzierungen geht." Das sei auch der Grund, warum viele Ideen, die Gründerwettbewerbe gewinnen, am Ende keine Finanzierung erhalten. „Die Finanzierung der eigenen Idee ist immer schwer. Deswegen muss man als Existenzgründer immer wieder überzeugen und nie den Glauben an die eigene Idee verlieren", weiß Uwe Thuß, der seit 21 Jahren Geschäftsführer ist und mehrere Unternehmen gegründet hat. „Deshalb kann ich jedem nur raten der gründen will: Kämpfen Sie und verlieren Sie nie ihr Ziel aus den Augen!"

Fazit der Experten: Mit der Idee allein lässt sich noch kein Unternehmen gründen. Entscheidend sind ein durchdachter Businessplan mit einer starken Marketingstrategie und Durchhaltevermögen bei der Umsetzung.

Stefanie Rudolph

Quelle:
WirtschaftsJournal
Nr: 12/2011
Seite 18