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06.08.2012 09:49

In die Zukunft investieren

Belegrechte für Kindergartenplätze an Unternehmen verkaufen - ein Pendant zum Fachkräftemangel


Melanie Weber bereitet mit den Kindern das Obstfrühstück zu. Am Beispiel der Kinderbetreuung „Sonnenblume“ auf dem Kaßberg - seit Eröffnung 2006 von Sponsoren finanziell und tatkräftig unterstützt - soll Unternehmen ein Weg angedeutet werden, um dem derzeitigen Fachkräftemangel relativ unkompliziert Parolie zu bieten. Gewissermaßen ein Pendant dazu. Denn kann ein Unternehmer einen sehr gut ausgebildeten jungen Menschen

 

Auf keinen Fall ist die Idee neu, dass Unternehmen Belegrechte für Kindergartenplätze reservieren können. Aktueller denn je scheint sie allerdings mit Blick auf den akut herrschenden Fachkräftemangel. Etwa die Hälfte davon seien Frauen, hat die BASS Unternehmensservice GmbH herausgefunden. Im Falle einer Schwangerschaft fehlen diese garantiert ein Jahr, wahrscheinlich noch länger.

Wann sie wieder arbeiten können, hänge oftmals davon ab, ob sie einen Kindergartenplatz „ergattern können". Denn die Nachfrage ist groß und es sind meist nur wenige verfügbar. „Die Stadt Dresden beispielsweise hat deswegen bereits begonnen, Belegrechte an Unternehmen zu verkaufen", wissen die BASS-Geschäftsführer Tobias Hübner und Monique Pöhnitzsch, die diesbezüglich selbst seit einem reichlichen Jahr aktiv sind. In Chemnitz. Privat wie dienstlich.

Für Monique Pöhnitzsch ist die Zusammenarbeit mit „ihrer" Kinderbetreuung Sonnenblume e.V. nicht mehr wegzudenken. Die beiden Söhne besuchen diesen privaten Kindergarten. „Es ist eine große Entlastung, vor allem für den Kopf", sagt sie. „Manchmal komme ich etwas später von einem Kundentermin oder muss unbedingt noch ein Angebot abgeben. Da ist es beruhigend zu wissen, dass meine Kinder gut aufgehoben sind." Auf jede der fünf Erzieherinnen nebst Köchin und Hausmeister kommen in der „Sonnenblume" jeweils drei zu beaufsichtigende Kinder. „Fast wie in einer kleinen Familie", lächelt die Mutti zufrieden.

Eine Beruhigung für Eltern generell, wenn das Unternehmen Interesse zeigt, Kindergartenplätze für die Mitarbeiterinnen reserviert und so mit Weitsicht in die eigene Zukunft investiert. Außerdem habe dieses „Sponsoring" den positiven Nebeneffekt, die Preise für Betreuungsplätze der jeweiligen Einrichtung zu drücken. Dies spiegelt sich im Geldbeutel der Haushalte wieder. BASS hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf Sponsorensuche zu gehen. Erste Gespräche zeigen, dass Unternehmen interessiert sind - u.a. die Chemmedia AG.

Wort: Ellen Friedrich

Quelle:
Wochenspiegel
Ausgabe vom 04.08.2012