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18.11.2011 15:52

„Genauso anders wie wir“

Persönliche Assistenten für Unternehmen mietbar


„Ist es möglich, einer ausländischen Patientin, die unmittelbar vor einer Operation steht, einen Wunsch zu erfüllen?“, so die An­frage aus dem Klinikum Chemnitz. „Die Patientin bittet um eine ganz individuelle Stadtführung in ihrer Landessprache.“ - Kein Problem für Susanna Riedel, Monique Pöhnitzsch und Tobias Hübner, die Inhaber der BASS Unternehmensservice GmbH. Obendrein gibt es gleich noch eine Portion Pri­vatsphäre für die Patientin zu schnuppern, die unbedingt wissen möchte, wie eine Chemnitzer Wohnung im Inneren aussieht.

Auch die Besuchergruppe aus China, die ein regionales Unternehmen be­sucht, wird von BASS begleitet. „Selbstverständlich ersetzen wir nicht die Fachexperten, aber wir vermitteln die Gespräche und er­leichtern der Firma den Part der Betreuung“, erklärt Monique Pöhnitzsch. Was zum Beispiel die Sprache angeht, da sei Englisch kein Problem. Alles andere werde organisiert, da habe man ge­nügend zuverlässige Kontakte zur Hand. Selbst bei technischen Härtefällen könne man auf das Know-How eines breiten Netzwerkes aus Partnerunternehmen zu­rück­greifen.

Diese Beispiele deuten ansatzweise an, was die drei Jungunternehmer mit ihrer Firma vermitteln möchten. Ihre Zielgruppe sind kleine und mittlere Unternehmen mit temporären personellen Engpässen. Als persönliche Assistenten be­gleiten sie ihre Kunden zu Geschäftsterminen, Messen, Konferenzen, Dinner oder Meetings. Sie koordinieren, organisieren und erledigen Aufgaben und Projekte. „Be­sonders mittelständischen Un­ternehmen wird durch unsere Hilfe der Einstieg in internationale Märkte erleichtert“, fügt Tobias Hübner hinzu. Und sogar unkonventionelle Vertriebswege oder der Verkauf gehören zum Angebot eines persönlichen Assis­tenten.

„Die ungewöhnliche Geschäftsidee entstand eher zufällig und ist genauso anders wie wir“, lacht Susanna Riedel. Nach Studium, Auslandsaufenthalt und ersten Berufserfahrungen lernten sich die drei jungen Leute bei einem Hardwareunternehmen der Region kennen. Hier waren sie im Rahmen eines Traineeprogrammes - angelegt für Hochschulabsolventen, die später Schlüsselpositionen im Un­ternehmen besetzen sollen - als Assistenten der Geschäftsleitung tätig und hatten ein vielfältiges Auf­­gaben­gebiet ab­­zu­decken. „In kurzer Zeit konnten wir so viele Erfahrungen über die Führung eines Un­ter­nehmens und den Umgang mit Kunden und Lieferanten sammeln, dass wir wussten: Das können wir auch allein“, denkt Tobias Hübner wenige Monate zu­rück. Denn das Unternehmen BASS ist noch sehr jung. Es wurde im Mai diesen Jahres gegründet. Insgesamt hatte es vier Monate gedauert, bis die Idee zur Umsetzung kam. Wirtschaftstreffen jeglicher Art waren dabei die schöpferische Quelle. Monique Pöhnitzsch bezeichnet diese Zeit als entscheidende Phase in der Entwicklung der Geschäftsidee. „Hier wurde uns bewusst, dass die regionalen Unternehmen sehr stark mit Fachkräftemangel, Ost-West-Gehaltsgefälle und den Auswirkungen der demografischen Entwicklung zu kämpfen haben. Also beschlossen wir, diesen Unternehmen kurzfristig und für einen absehbaren Zeitraum Hilfe anzubieten.“ Dass diese Absicht etwas Zeit braucht, um populär zu werden, ist Susanna, Monique und Tobias durchaus bewusst. Deshalb sind sie momentan dabei, sich in Unternehmen vorzustellen sowie Vertrauen und Kontakte aufzubauen. Ihre Devise lautet: „Mit uns verlieren Sie Ihr Ziel nicht aus den Augen.“

Wort: Ellen Friedrich

Quelle:
Wochenzeitung „blitzpunkt”
Ausgabe vom 19.11.2011


Dateien:
Bitzpunkt_BASS_19112011.pdf73 K