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Veranstaltungsrückblick "Ausländische Fachkräfte - Chancen für Chemnitzer KMU"

25.09.2013 09:56

Hallo Ihr da draußen,
Vielen Dank an die Teilnehmer gestern zur Veranstaltung. Es war eine tolle Atmosphäre und eine spannende Diskussion im Nachgang der Vorträge. Es hat uns sehr gefallen. :)

Wie wir wieder gemerkt haben, ist das Thema der ausländischen Fachkräfte schon in den Unternehmen angekommen. Allerdings sind die Hürden teilweise so groß, dass diese lieber die Finger davon lassen.

Die Frage, wo wir denn Ansetzen bei der Vermittlung, kam als erstes auf. Geht es "nur" um Akademiker und Fachkräfte oder vermitteln wir auch Heizungsmonteure? Eine spannende Frage, wie wir finden. Es kommt ganz auf die Nachfrage an. :) Und natürlich betrachten wir alle Berufe. Ginge es nach uns, so würden wir jedem Unternehmer helfen wollen. Allerdings geht es viel mehr um die Frage, ob das Unternehmen die Ausländische Fachkraft als Investition betrachtet und Geld für deren Suche, Ausbildung und Interagtion einsetzen möchte. Aus diesem Grund suchen wir derzeit verstärkt medizinisches Personal (Ärzte, Pfleger, Schwestern) und Personal rund um den CNC-Dreher und -Fräser, Maschinenbediener und Techniker, da hier der Bedarf so groß ist, dass die Unternehmer investieren wollen.

Ein weiteres Thema war die richtige Ansprache der Bewerber im Ausland. Wie mache ich denn auf mich als Unternehmer in Sachsen aufmerksam? Ich als 50-300 Mann-Mittelständler schaffe es zeitlich nicht, mich in den Markt so umfassend einzuarbeiten, noch kann ich es finanziell stemmen, einen Mitarbeiter für die Personalbeschaffung im Ausland einzusetzen. Als BASS freuen wir uns natürlich, wenn es die Anfrage bis zu uns schafft. Möglich ist es jedoch auch, Kontakte über die ZAV oder andere Headhunter zu bekommen. Teilweise haben wir jedoch auch bemerkt, dass dies u.U. nicht der günstigste Weg ist. Manche Länder sind mit der Abwanderung verständlicherweise auch nicht einverstanden. Das kann sich dann darin äußern, dass Anzeigen nicht geschaltet werden, kein Gesprächsbedarf bei den Behörden besteht oder auch die Beantragung von Unterlagen für den Auswanderungswilligen schon mal 2-3 Monate dauern kann. In diesem Falle ist ein gut funktionierendes Netzwerk natürlich von großem Vorteil. Und wir sind froh einen starken Partner, wie die MICHALKE Vermittlung-Beratung-Schulung an unserer Seite zu haben, welche auf solch ein Netzwerk zurückgreifen können.

Und wie kommen wir an die Bewerber? Es funktioniert natürlich nicht alles über Skype. Der Erstkontakt wird direkt vor Ort geschehen. Das decken wir teilweise über Partner und deren Netzwerk ab und arbeiten so mit in Spanien, Italien, der Slowakei und Ungarn ansässigen Personalvermittlern zusammen. Sie unterstützen uns bei der Kontaktanbahnung und wir treten daraufhin mit den Bewerbern in Kontakt. Nach der Kontaktaufnahme und dem wirklichen Interesse in Deutschland eine Arbeitsstelle anzunehmen und mit Sack und Pack auszuwandern, ist es besonders wichtig, die Bewerber über das Leben in Deutschland aufzuklären und sie an das Thema "Auswandern und Leben in Deutschland" heranzuführen. Gehen die potentiellen Bewerber mit einer falschen Vorstellung an das Thema heran, kann das sehr schnell zu einem Abbruch führen. In diesem Fall vertrauen wir auch sehr stark auf unser Bauchgefühl bei den Bewerbungsgesprächen. Zuerst haben wir über Fragebögen nachgedacht. Aber nichts ist so verlässlich, wie das Gefühl beim Gespräch mit den Bewerbern. (Was uns auch ein Psychologieprofessor der TU Chemnitz bestätigte). :)

Ist der Bewerber bzw. Mitarbeiter dann da, ist die Arbeit aber auch noch nicht getan. Von einer Teilnehmerin erfuhren wir, dass sie sehr viel Zeit in Beantragungen und Behördengänge gesteckt hat. Sie hatte sich versucht zu informieren, wo sie denn hingehen muss. Es konnte ihr auch auf Anhieb niemand so richtig sagen. Es gibt zwar von einige Stellen Infobroschüren, aber das erfährt man auch nur durch Zufall. In ihrem Fall bietet sich da z.B. ein externer Dienstleister, wie wir, an, der einen gut recherchierten Leitfaden bereitstellt oder sogar ganz und gar unterstützend zur Seite steht.

Und das macht auch unseren Vorteil gegenüber öffentlichen Stellen und Headhuntern aus. Wir finden und vermitteln die ausländische Fachkraft und bieten im Nachhinein außerdem die Integration und Betreuung dieser mit an.

Diese Fragen und noch viel mehr konnten wir an diesem Abend zusammen mit den Teilnehmern und Ronald Winkler von der MICHALKE Vermittlung-Beratung-Schulung zusammen diskutieren. :)

Es war sehr spannend und interessant. :)

Eure Juliette