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First Aid in the Case of Flu

18.10.2011 17:31

Translation is coming soon.

Hallo Ihr da draußen, letzte Woche bekam ich einen Anruf und ich denke, Euch könnte das interessieren.

Es war ein Herr, den ich einige Monate zuvor in der Messe Leipzig kennen gelernt hatte. Er sagte, dass er meine Hilfe braucht. Übermorgen.
*schweigen*
In mir arbeitete es. Was ist das überhaupt für ein Tag? Hab ich da schon Termine? "Hallo?"

Ja, ich war noch am Telefon. Und dann lächelte ich und sagte "Ja, ich helfe Ihnen."
Ich hörte ein Aufatmen am anderen Ende der Leitung. Wunderbar. :-) Wir sprachen noch kurz durch, was ich eigentlich machen sollte und vereinbarten für später einen Termin in seinem Büro, glücklicherweise gleich bei uns um die Ecke. Ich sollte ihn zu einer Messe / Konferenz in Nürnberg begleiten. Er hält dort einen Vortrag, hat Termine mit anderen Partnern und Kunden und seine Assistentin, die mit Grippe flach liegt, sollte nebenbei andere Stände besuchen und die Kontakte zu den Lieferanten auffrischen. Ich lächelte, das ist nun meine Aufgabe.
Zur Vorbereitung gab er mir noch einige Unterlagen von seiner Assistentin mit und ihre Handynummer. Sie wusste natürlich Bescheid und half mir gerne.
Und damit keine komische Situation entstehen konnte, zwischen ihr und mir, meldete ich mich auch gleich bei ihr. Es tat ihr sehr leid, dass sie selbst nicht konnte, aber sie war auch froh, dass ich so spontan einspringen kann. Sie war mir sympathisch, trotz ihrer stark verschnupften Stimme.

 

Bereits damals in Leipzig hatte ich ein sehr gutes Gefühl bei Herrn Schmitt. Wir haben uns da nur kurz unterhalten, da er schon den nächsten Kundentermin hatte. Als ich ihn nach der Messe anrief, erzählte er mir mit Begeisterung von den restlichen Tagen in Leipzig. Aber auch von der Situation in seinem Unternehmen, welche Werte er schätzt und wie er die Geschäftswelt so wahrnimmt. Kalt irgendwie. Deswegen hatte es ihn besonders gefreut, sich mit mir zu unterhalten. Es war irgendwie frisch und herzlich. Und das ohne Hintergedanken. *lach*
Ich habe mich sehr darüber gefreut und war mir in dem Moment schon sicher, das wir uns einmal wieder sehen werden.

 

Am Donnerstag war es dann so weit. 10 Uhr waren wir in Nürnberg. Die Fahrt war sehr angenehm, da wir zuerst noch mal unser Tagesprogramm durchgesprochen haben und dann über die Ostsee, Barcelona, Kinderspielplätze und besondere Lenktechniken beim Drachensteigen. Er ist Profi und ratet mal, was seine Lieblingsjahreszeit ist ;-)
Vor Ort lief dann fast alles wie von selbst. Herr Schmitt hatte sein Programm und ich hatte meins. Wir verabredeten uns für 14 Uhr am Kaffeestand. So wie damals in Leipzig *zwinker*
Die Zeit verging auch wie im Flug. Zwischen den Terminen hatte ich gerade Zeit, den neuen Stand zu finden und dann war ich schon wieder im Gespräch. Ich hatte mir Notizen zu den Vorzügen und Eigenschaften der Ansprechpartner gemacht und kam wunderbar mit ihnen aus. Zwei vereinbarten einen Termin mit Herr Schmitt und drei weitere baten um Rückruf, sie hätten da ein Angebot zu besprechen. :-)
Dann kam die Kaffeepause. Herr Schmitt schlürfte schon gedankenverloren seinen schwarzen Kaffee, als ich zu ihm kam. Er erzählte mir von dem Vortrag und ähnlichen Veranstaltungen wie diesen. Ich finde es immer schön, so etwas erzählt zu bekommen, da da schon so Tricks und Tipps dabei sind, wo ich selber nie drauf gekommen wäre. Erstaunt war ich auch, als er Lampenfieber erwähnte. Er lächelte und sagte „Ja, bei jedem Mal.“ Und so saßen wir ca. 20 min, unterhielten uns und sammelten gleichzeitig Energie für den Nachmittag.
Nach der Pause hatte Herr Schmitt dann Termine bei wichtigen Kunden und Partnerfirmen, die er selber machen wollte. Ihm liegen seine Kunden am Herzen, wie er es so schön sagt.
Ich sollte stattdessen Mitschriften bei dem einen Vortrag zu technischen Neuheiten machen. Woher ich wusste, was wichtig ist? Ich hatte eine Liste von Stichpunkten und, bei Bedarf, Fragen bekommen. Es war ein guter Vortrag und aufgrund meiner Einarbeitung war ich im Stoff. Sehr gut. :-)

Herr Schmitt war noch gut gelaunt, aber sichtlich erschöpft von dem Tag, als wir uns um 18 Uhr beim Ausgang getroffen haben. Bevor es also nach Chemnitz ging, lud er mich noch zu einem Big Mac mit Pommes und Cola ein. Das war genau das Richtige in diesem Moment. Wir saßen ruhig und ohne Eile nebeneinander und unser Zusammenspiel war so, als würden wir schon 10 Jahre gemeinsam arbeiten.

Als ich Herrn Schmitt dann am Abend in Chemnitz absetzte, bedankte er sich noch einmal für meine Hilfe. Er empfand den Tag als sehr angenehm, was sein Lächeln mir auch bestätigte.

Am Montag, als ich alle Unterlagen aufgearbeitet wieder zurück in sein Büro brachte, lernte ich auch seine Assistentin kennen. Sie saß mit einen dickem Schal und einem Hauch von Eukalyptus an ihrem Schreibtisch. Wir lächelten uns zu und sie bedankte sich auch noch einmal. :-)

Eure Juliette