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Die Integration ausländischer Mitarbeiter ins Team und Willkommenskultur

25.10.2013 14:53

 

In den letzten Beiträgen behandelten wir bereits den Themenkomplex der Integration ausländischer Fachkräfte. Wir teilten ihn anfangs in 4 Hauptbereiche ein.

Diese sind
1. Das Finden des neuen ausländischen Mitarbeiter,
2. Der Relocation Service für den Mitarbeiter und seine Familie,
3. Die Integration ins Team und
4. Willkommenskultur.

 

Heute möchten wir abschließend noch auf die letzten beiden Bereiche eingehen.

3. Die Integration ins Team und 4. Willkommenskultur

Als nächster Schritt erfolgt nun der Arbeitsbeginn der neuen ausländischen Fachkraft. Und mit diesem Tag beginnt dann spätestens auch die Integration ins Unternehmen. Die Willkommenskultur spielt da ebenfalls sehr stark mit hinein.
Jedes Unternehmen lebt von seinen Mitarbeitern, egal welchen Hintergrund diese haben. Bei der täglichen Arbeit beeinflussen diese sich wie ein Zahnradgetriebe. Gut eingespielt und mit dem richtigen Antrieb können sie wahre Wunder vollbringen.
Kommt ein neuer Mitarbeiter in das aufeinander abgestimmte und funktionierende Team, brauchen alle Seiten Kraft und Zeit, sich in dieser neuen Situation zurecht zu finden. Das ist so schon ein aufreibender Prozess, stellt man allerdings einen Ausländer ein, kommen hier noch sprachliche und kulturelle Besonderheiten hinzu. Es benötigt also auch mehr Zeit, bis sich das Team gefunden hat, es ist aufwendiger und risikobehafteter.

Oft sind es kleine Hürden, die den ausländischen Mitarbeiter zum Straucheln bringen. Manchmal versteht er die Zusammenhänge nicht oder ist sich der Wertigkeiten zum Beispiel für Pünktlichkeit, eine für Deutsche ureigene und wichtige Tugend, nicht bewusst. Vielfach wird erwartet, dass er darüber Bescheid weiß und sich von Anfang an „wie ein Deutscher“ verhält. Aber woher soll er wissen, was ihn erwartet? Und wie soll er das erlernen, wenn es ihm niemand sagt? Umgekehrt gilt es aber genauso: woher soll das Team wissen, mit welchen Werten und Ansichten der neue Mitarbeiter zu ihnen kommt? Welche Möglichkeiten haben sie, voneinander und miteinander zu lernen? Das Ziel ist es doch, dass Ihre Mitarbeiter ganz normal miteinander arbeiten, egal ob deutscher oder ausländischer Herkunft.

Und hier kommen wir zur Willkommenskultur. Man könnte es als die innere Einstellung eines Menschen gegenüber Menschen mit anderen Hintergründen, z. B. ausländischen Kollegen, bezeichnen. Wie sieht das bei Ihnen im Unternehmen aus? Haben Sie die Neueinstellung kommuniziert und Ihre Mitarbeiter bzw. das Team auf einen ausländischen Kollegen vorbereitet?
Hinzu kommt, dass jeder Mensch gewisse Vorurteile in sich trägt, auch wenn er das selber vielleicht gar nicht will. Hier ist es die Aufgabe des Chefs oder eines anderen Verantwortlichen, ein Bewusstsein dafür zu wecken und gemeinsam mit den Mitarbeitern daran zu arbeiten. Das kann in Team-Gesprächen oder auch in 4 Augen-Gesprächen erfolgen. Wichtig ist dabei, dass sowohl die „alten“ Mitarbeiter und der neue ausländische Mitarbeiter in diesen Prozess involviert sind, sich besser kennen lernen und auch gemeinsame Erfolge verzeichnen.
Mit einem gewissen Grundverständnis füreinander und der Einstellung voneinander lernen und miteinander arbeiten zu wollen, ist dann auch eine sehr gute Basis für die weitere Zusammenarbeit gelegt.
Wichtig ist, bei Ihren Mitarbeitern die Augen dafür zu öffnen und mit guten Beispiel voran zu gehen.

Ihr BASS-Team